Peptide gehört zu den Themen, bei denen die Details mehr zählen als die Schlagzeilen. Diese Seite bündelt Hintergrund, Wirkmechanismen und die praktischen Punkte, die am häufigsten gefragt werden.
Stand 2026-03-29. Zahlen und Beschreibungen folgen der Fachliteratur und nicht dem Marketingmaterial.
Möglich ist auch, dass die Veränderung der Zusammensetzung des Colostrums oder eine noch unbekannte Dysfunktion von ABCC11 in anderen Geweben, wie beispielsweise Hoden, Leber, Placenta, Lunge oder Gehirn, in denen ebenfalls ABCC11 exprimiert wird, einen Selektionsvorteil bot. Am derzeit plausibelsten scheint die Hypothese eines Vorteils bei der sexuellen Selektion. Vergangene östliche Kulturen hatten – im Vergleich zu denen im Westen – eine deutlich ausgeprägtere Tradition der Sauberkeit und Hygiene. Der körpergeruchsarme A/A-Genotyp hatte möglicherweise bei der Partnerwahl einen signifikanten Vorteil gegenüber dem ‚stärker riechenden‘ G/G- beziehungsweise G/A-Genotyp. Eine Hypothese, die zumindest aus heutiger Sicht, in der intensiver Körpergeruch auch in westlichen Kulturen als sozial anstößig wahrgenommen wird, durchaus plausibel erscheint. Simulationsrechnungen aus dem Jahr 2011 kommen zu dem Ergebnis, dass die Mutation von rs17822931-A vor etwa 2006 Generationen stattgefunden hat, bei einem Konfidenzintervall von 95 % im Bereich von 1023 bis 3901 Generationen. Dazu wurde ein Selektionskoeffizient von 0,01 angenommen. Geht man von eher kleinen Populationen aus, können völlig andere evolutionäre Effekte als der Selektionsdruck zu plötzlichen und massiven Änderungen bei der Häufigkeit eines Genotyps in den nachfolgenden Generationen sorgen. Die vererbten Mutationen unterliegen dabei nicht der Selektion. Sie sind neutral, das heißt, sie haben keinen Einfluss auf die Fitness des Phänotyps (Survival of the Fittest).
Quellen: de.wikipedia.org
Diese Form der Verschiebung der Allelfrequenz, das heißt der Häufigkeit eines Allels in einer Population, nennt man Gendrift. Der ‚Erfolg‘ einer Mutation hängt von der Größe der Population und dem Selektionsdruck ab. Gendrift und Selektion sind Evolutionsfaktoren, die gleichzeitig wirken. In großen Populationen dominiert die Selektion, in kleinen die Gendrift. Bei der Gendrift handelt es sich um einen statistischen, zufälligen Effekt, der durch kleine Populationen begünstigt wird. Kleine, abgeschlossene Populationen stellen einen genetischen Flaschenhals dar. Dieser kann beispielsweise durch starke klimatische Änderungen, Seuchen oder Hungersnöte hervorgerufen werden. Aber auch weniger dramatische Änderungen, wie beispielsweise das Abwandern von wenigen Individuen aus einer großen Population, der sogenannte Gründereffekt, können zu einem genetischen Flaschenhals führen. Dabei können sich Allelfrequenzen einstellen, die im Widerspruch zur natürlichen Selektion stehen. Auch für die erfolgreiche Verbreitung des A/A-Genotyps wird ein genetischer Flaschenhals und eine damit verbundene Gendrift als mögliche Ursache diskutiert.
Quellen: de.wikipedia.org
twn: Menschen ohne Achselduft: Die Geruchlosen In: Spiegel Online vom 18. Januar 2013 ATP-Binding Cassette, Sub-Family C (CFTR/MRP), Member 11 bei GeneCards (englisch) ABCC11 ATP-binding cassette, sub-family C (CFTR/MRP), member 11, Homo sapiens (human) beim NCBI (englisch) Homo sapiens ATP-binding cassette, sub-family C (CFTR/MRP), member 11 (ABCC11), RefSeqGene on chromosome 16 die gesamte Nukleotid- und Protein-Sequenz von ABCC11 beim NCBI (englisch)
Quellen: de.wikipedia.org
Kahweol, auch 1,2-Dehydrocafestol, ist eine chemische Verbindung aus der Gruppe der Diterpene, die natürlich in den Früchten der Kaffeepflanze vorkommt. Coffea-arabica-Sorten enthalten dabei etwa 3 g/kg in der Trockenmasse, Coffea-robusta-Bohnen teilweise nur Spuren, maximal 2 g/kg. Das Terpen liegt in den Früchten als Ester mit Fettsäuren vor, meist als Palmitat oder Behensäureester. Kahweol wird beim Rösten zusätzlich aus dem in höheren Mengen enthaltenen Cafestol gebildet, teils zersetzt, und findet sich ebenfalls im Kaffeeaufguss.
Quellen: de.wikipedia.org
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